Mathias Tretter „POP“

Transhumanismus, Post-Post-Moderne, Retro-Phänomen Windowing, Fluch der Unsterblichkeit

Samstag 28. April 2018 | 20 Uhr

“In the future, everyone will be world-famous for 15 minutes.” Andy Warhol meinte es tatsächlich ernst, als er jedem diesen Quatsch versprach. Was einem Blondchen in Friedenszeiten eben so einfällt – herrlich naiv!    Karten können über die KaFF-Seite schon bestellt, aber noch nicht an den Vorverkaufsstellen gekauft  werdenAus den 15 Minuten sind ja längst 140 Zeichen geworden. Zwar wird auch damit niemand zwingend berühmt, aber mitunter zumindest US-Präsident.
Was mit Casting-Shows begann, erreicht in Donald Trump nun endlich seinen sturmfrisierten Höhepunkt: Das Zeitalter des Amateurs. Blogger sind die neuen Journalisten, Hipster die neuen Bierbrauer, AfDler die neuen CDUler. Sänger kriegen den Literatur-Nobelpreis, Kinder erziehen ihre Eltern, das Oval Office ist der neue Hobbykeller. Und außenrum und untendrunter die Welt, die schlingert, dass es selbst den Profis schlecht wird. Die Zehner Jahre: Dilettanz auf dem Vulkan.

Die Auskenner dagegen heißen „Lügenbresse“ und „verschisenes Estäplischment“ (sic – wenn Rechte schreiben, führt das nicht zu Rechtschreibung). Einst hat man seine Mängel kaschiert, heute versteckt man seine Fähigkeiten. Wer Adorno zitiert, gilt als großkotzige Elitesau. Aber wenn man sagt: „Adorno? Sie meinen den neuen Fünftürer von VW?“ – dann ist man im Gespräch.
David Bowie, Prince, Leonard Cohen und George Michael mussten einfach sterben in dem Jahr, in dem alles Pop wurde. Mathias Tretter ist noch da. Lebendiger denn je, böse wie nie, mit dem Programm der Stunde: Pop – Politkomik ohne Predigt. Von einem Profi oraler Präsenz. Mit Plödeleien oberster Populistik. Peziehungsweise, ohne Pescheidenheit: 150 Minuten Ruhm.

Presse. Tretter schafft es, über Transhumanismus, die Post-Post-Moderne, das Retro-Phänomen Windowing und den Fluch der Unsterblichkeit bei gleichbleibend hohem intellektuellen Anspruch in einem derart unverschämt locker-nonchalanten Duktus und Habitus zu reden und zu spielen, dass man in Gedanken noch kein halbes Mal abschweift. (Süddeutsche Zeitung, Thomas Becker) │ Polemisch, selbstironisch, intelligent, eloquent, unterhaltsam, niveauvoll. Tretter gehört zur allerersten Riege junger politischer Kabarettisten, zu jenen, die nicht in den Fußstapfen eines Granden wie Dieter Hildebrandt versinken würden. Großartig. (Göttinger Tageblatt) │ Tretter geht immer. Garantiert! (Bonner General-Anzeiger)

Preise und Auszeichnungen. Memminger Maul 2017 │ Leipziger Löwenzahn 2015 (für bestes Programm der Leipziger Lachmesse 2015) │ Gaul von Niedersachsen 2015 │ Deutscher Kleinkunstpreis 2010 │  (Sparte Kabarett / mit dem Ersten deutschen Zwangsensemble) │ Deutscher Kabarettpreis 2009 (Förderpreis) │ Bayerischer Kabarettpreis „Senkrechtstarter“ 2008 │ Salzburger Stier 2007 (mit dem Ersten deutschen Zwangsensemble) │ Jurypreis des Berliner Kabarett-Theaters „Die Wühlmäuse“ 2006 │ Mindener Stichling 2006 (Sonderpreis für das Erste deutsche Zwangsensemble) │ Kabarett-Kaktus, München 2003

Vorverkauf 15 € | Abendkasse 18 €

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